Südafrika 2010 - Deutschland 2006: Partnerschaft mit Kick

Projektfußball zur deutsch-südafrikanischen Zusammenarbeit. Copyright InWEnt gGmbH/Florian Kopp2010 richtete Südafrika erstmalig in der Geschichte das größte Sportereignis der Welt aus! 2006 hatte Deutschland damit unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ einen großen, nicht nur sportlichen Erfolg. Die WM-Anforderungen aus städtischer Sicht waren in Deutschland und Südafrika sehr ähnlich. Warum also nicht die Austragungsstädte der WM 2006 und 2010 zusammenbringen? Genau diesen kollegialen Austausch und damit Beratung für unsere südafrikanischen Partner leistete unser Projekt „Partnerschaft mit Kick“ über vier Jahre hinweg. Das Motto: „Jetzt lasst uns Freunde bleiben!“.

Projektziele
1. Das Projekt leistete einen engagierten Beitrag zur ersten FIFA Fußball WM auf afrikanischem Boden.
2. Durch unsere Expertise haben wir eine nachhaltige Stadtentwicklung in Südafrika befördert.
3. Kommunen brachten Ihre Erfahrungen auf internationaler Ebene ein und vertiefen Ihre Kenntnisse über die Partnerregion.
4. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und südafrikanischen Kommunen wurde gestärkt und der Austausch von kommunalen Lösungsansätzen ermöglicht.

Projektaktivitäten
I. Austausch mit und Beratung von kommunalen Akteuren in Südafrika
Bedarfsorientiert wurden Beratungseinsätze und Seminare durchgeführt. Deutsche Kommunalexperten aus 13 Städten wurden dafür im Vorfeld interkulturell und sprachlich geschult und entsandt. Das Themenspektrum reichte von der Planung im Bereich Infrastruktur, Logistik über Sicherheits- und Verkehrsfragen bis hin zu PR und Tourismus.

II. Informations- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland
Veranstaltungen auf Stadtplätzen, in Fußballstadien, Universitäten und anderen Einrichtungen verbanden den Spaß am Fußball und die Vorfreude auf die WM 2010 mit Informationen über Südafrikas Gegenwart und Vergangenheit, Entwicklungschancen, Probleme und Erfolge.

Die Rolle von InWEnt
Das Projekt wurde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) von InWEnt durchgeführt und war Bestandteil der deutsch-südafrikanischen Regierungsvereinbarungen. Es war eng mit den Aktivitäten der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit von DED, GTZ, CIM und KfW verzahnt. Gemeinsam mit dem InWEnt Regionalbüro in Pretoria war die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) zentraler Ansprechpartner für dieses Projekt.

Die Hauptaufgaben waren:
  • Bedarfsermittlung sowie Organisation der Beratungseinsätze und Seminare in Südafrika
  • Vorbereitung deutscher Kommunalexperten
  • Planung und Durchführung von Infotainment-Events und Fachveranstaltungen in Deutschland unter Einbeziehung örtlicher NROs
  • Akquise von Sponsorenmitteln für diese Events.
An der Umsetzung dieser Leistungen waren die Vorbereitungsstätte für Entwicklungszusammenarbeit (V-EZ) sowie InWEnt in den Bundesländern beteiligt.
Claudia Gruszinkat, 26. Aug 2010 17:56