Pressemitteilung der Botschaft der Republik Südafrika in Berlin vom 26.03.2009
Berlin. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion hatten am gestrigen Abend rund 120 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Regierungsstellen und Medienvertreter die Gelegenheit, nachhaltige und entwicklungsrelevante Aspekte der nächsten Fußball-WM zu diskutieren. Die Veranstaltung, an der auch Prof. Dr. Theo Rauch, Institut für Geographische Wissenschaften der FU Berlin, und Gerd Kolbe, Koordinator FIFA WM 2006 der Host City Dortmund, sowie Anita Reddy, Leiterin der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt der InWEnt gGmbH, teilnahmen fand auf Einladung des Botschafters der Republik Südafrika, S.E. Sonwabo Funde, statt. Die Botschaft organisiert eine Reihe von Veranstaltungen, mittels derer bis zum Herbst 2010 kontinuierlich über den Stand der Vorbereitungen auf die erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent sowie über Chancen und Herausforderungen berichtet wird.
Im Fokus standen aktuell, neben dem Status der Vorbereitung, die sehr intensive Deutsch-Südafrikanische Zusammenarbeit, die unter Federführung des BMZ unter anderem durch InWEnt und durch die GTZ umgesetzt wird sowie die Bedeutung des Sports bei der Erreichung der Milleniumsziele der Vereinten Nationen. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit InWEnt – Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH durchgeführt.
Der Botschafter der Republik Südafrika, S.E. Sonwabo Funde, sagte im Vorfeld der Podiumsdiskussion: „Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir die Chancen, welche uns durch FIFA WM 2010 eröffnet wurden für eine nachhaltige Entwicklung nutzen. Dabei geht es uns nicht allein um die Verbesserung unserer Infrastruktur sondern auch um die Ausbildung und Aneignung von weiterer fachlicher und sozialer Kompetenz.“ Botschaftsrat Ralph Arend ergänzte: „Die gemachten Erfahrungen können wir im Rahmen einer bereits bestehenden Arbeitsgruppe, die aus Brasilien, Deutschland und Südafrika besteht, von einem Schwellenland an das nächste Schwellenland weitergeben, um auch die FIFA WM 2014 zu einem Erfolg zu machen.“
Staatssekretär Stather eröffnete die Diskussion: „Insbesondere seit dem Gipfel in Heiligendamm ist die zunehmende politische Bedeutung Südafrikas auch als Lokomotive für die Wirtschaft des südlichen Teils des Kontinents deutlicher geworden. Dies liegt eindeutig an der erhöhten medialen und öffentlichen Aufmerksamkeit.“
Ziele, Chancen und Herausforderungen
Willi Lemke umriss die Bedeutung seiner Arbeit für den Generalsekretär der Vereinten Nationen: „Der Sport hat vielfältige Möglichkeiten die Entwicklung von Menschen und ganzen Gesellschaften positiv zu beeinflussen. Eine erfolgreiche WM in Südafrika wird auf viele interne und externe Bereiche ausstrahlen.“
Prof. Dr. Theo Rauch, FU Berlin, definierte zwei Bereiche, die für eine nachhaltige Entwicklung auch nach 2010 notwendig seien: „Bezüglich der Hardware, also der Infrastruktur, kann festgestellt werden, dass die Weichen gestellt sind und insbesondere der öffentliche Personennahverkehr sowie die Kommunikationsinfrastruktur umfangreich modernisiert wird. Im Bereich der Software, gilt es noch eine Identitätsstiftende Aufbruchstimmung zu schaffen, die ein besseres Image und schließlich Investitionen nach sich zieht.“
Gerd Kolbe, 2006 WM-Beauftragter Dortmunds und jetzt in den Host Cities Rustenburg und Bloemfontein aktiv, sagte: „Unsere Aufgabe ist es, ein Wir- und Gemeinschaftsgefühl in den Gastgeberstädten zu erzeugen und so der WM eine lokale Seele zu geben. Auf der anderen Seite gilt es auch in Deutschland eine Begeisterung für Südafrika zu entfachen.“
Anita Reddy von InWEnt erläuterte: „Der von uns initiierte Erfahrungsaustausch zwischen deutschen und südafrikanische Host Cities wirkt in beide Richtungen: Transfer von Know-How zur Selbstverwaltung von Kommunen. Das ist nicht nur für die südafrikanischen Kommunen von nachhaltigem Nutzen, auch für die deutschen Kommunen bedeutet es einen Schritt hin zu internationaler Zusammenarbeit und Profilbildung.“
Informationsreihe fortgesetzt
Drei Briefings, an denen etwa 300 Multiplikatoren und Medienvertreter teilgenommen haben, fanden bereits vor der gestrigen Podiumsdiskussion in der Berliner Botschaft statt. Bei der Auftaktveranstaltung am 27. Mai 2008 lagen die inhaltlichen Schwerpunkte auf der bilateralen Zusammenarbeit Südafrikas mit Deutschland sowie dem Thema Sicherheit. Ein wichtiges Element bildeten die Präsentationen der Projekte deutscher Partner, welche die WM als Katalysator für eine nachhaltige Entwicklung in Südafrika und in weiteren afrikanischen Staaten nutzen. Vertreten waren: das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung) gGmbH, die streetfootballworld gGmbH. Über die aktuellen und zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen anlässlich der 2010 FIFA Fußball-Weltmeisterschaft informierte der stellvertretende Polizeichef Südafrikas, André Pruis.
Hochkarätige Experten
Die zweite Informationsveranstaltung fand am 14. Oktober 2008 statt und beschäftigte sich mit den Themen Transport und Infrastruktur sowie dem aktuellen Stand der Vorbereitungen auf die FIFA WM 2010 im Allgemeinen. Mit Dr. Danny Jordaan, dem Haupt-Geschäftsführer des südafrikanischen Organisationskomitees, dem DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt in seiner Funktion als Berater für die FIFA WM 2010 sowie Hans Klaus, dem FIFA Kommunikationsdirektor, konnten hochkarätige Redner für die Veranstaltung gewonnen werden. Das offizielle Maskottchen Zakumi hatte bei dieser Gelegenheit in der Botschaft seinen ersten Auftritt außerhalb Südafrikas.
Die dritte Veranstaltung befasste sich mit den Themen „Football for Hope“ bzw. „20 Centres for 2010“, worüber der Leiter der FIFA-Abteilung für Soziale Verantwortung, Federico Addiechi gemeinsam mit Jürgen Griesbeck, dem Geschäftsführenden Gesellschafter der streetfootballworld gGmbH berichtete.
Besuchen Sie uns unter www.suedafrika.org
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Volker Schlichting
Adjouri & Stastny Communication Management GmbH
Tel: +49 (0)30 28 39 88 58
Mail: schlichting@adjouri-stastny.com
„2010 FIFA World Cup South Africa: Scoring for Development?”
Willi Lemke, UN-Sonderberater für Sport im Dienste von Entwicklung und Frieden und Erich Stather, Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) diskutieren in der Botschaft der Republik Südafrika in Berlin mit Experten die Chancen und Herausforderungen Nachhaltiger Entwicklung im Kontext der FIFA WM 2010Im Fokus standen aktuell, neben dem Status der Vorbereitung, die sehr intensive Deutsch-Südafrikanische Zusammenarbeit, die unter Federführung des BMZ unter anderem durch InWEnt und durch die GTZ umgesetzt wird sowie die Bedeutung des Sports bei der Erreichung der Milleniumsziele der Vereinten Nationen. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit InWEnt – Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH durchgeführt.
Der Botschafter der Republik Südafrika, S.E. Sonwabo Funde, sagte im Vorfeld der Podiumsdiskussion: „Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir die Chancen, welche uns durch FIFA WM 2010 eröffnet wurden für eine nachhaltige Entwicklung nutzen. Dabei geht es uns nicht allein um die Verbesserung unserer Infrastruktur sondern auch um die Ausbildung und Aneignung von weiterer fachlicher und sozialer Kompetenz.“ Botschaftsrat Ralph Arend ergänzte: „Die gemachten Erfahrungen können wir im Rahmen einer bereits bestehenden Arbeitsgruppe, die aus Brasilien, Deutschland und Südafrika besteht, von einem Schwellenland an das nächste Schwellenland weitergeben, um auch die FIFA WM 2014 zu einem Erfolg zu machen.“
Staatssekretär Stather eröffnete die Diskussion: „Insbesondere seit dem Gipfel in Heiligendamm ist die zunehmende politische Bedeutung Südafrikas auch als Lokomotive für die Wirtschaft des südlichen Teils des Kontinents deutlicher geworden. Dies liegt eindeutig an der erhöhten medialen und öffentlichen Aufmerksamkeit.“
Ziele, Chancen und Herausforderungen
Willi Lemke umriss die Bedeutung seiner Arbeit für den Generalsekretär der Vereinten Nationen: „Der Sport hat vielfältige Möglichkeiten die Entwicklung von Menschen und ganzen Gesellschaften positiv zu beeinflussen. Eine erfolgreiche WM in Südafrika wird auf viele interne und externe Bereiche ausstrahlen.“
Prof. Dr. Theo Rauch, FU Berlin, definierte zwei Bereiche, die für eine nachhaltige Entwicklung auch nach 2010 notwendig seien: „Bezüglich der Hardware, also der Infrastruktur, kann festgestellt werden, dass die Weichen gestellt sind und insbesondere der öffentliche Personennahverkehr sowie die Kommunikationsinfrastruktur umfangreich modernisiert wird. Im Bereich der Software, gilt es noch eine Identitätsstiftende Aufbruchstimmung zu schaffen, die ein besseres Image und schließlich Investitionen nach sich zieht.“
Gerd Kolbe, 2006 WM-Beauftragter Dortmunds und jetzt in den Host Cities Rustenburg und Bloemfontein aktiv, sagte: „Unsere Aufgabe ist es, ein Wir- und Gemeinschaftsgefühl in den Gastgeberstädten zu erzeugen und so der WM eine lokale Seele zu geben. Auf der anderen Seite gilt es auch in Deutschland eine Begeisterung für Südafrika zu entfachen.“
Informationsreihe fortgesetzt
Drei Briefings, an denen etwa 300 Multiplikatoren und Medienvertreter teilgenommen haben, fanden bereits vor der gestrigen Podiumsdiskussion in der Berliner Botschaft statt. Bei der Auftaktveranstaltung am 27. Mai 2008 lagen die inhaltlichen Schwerpunkte auf der bilateralen Zusammenarbeit Südafrikas mit Deutschland sowie dem Thema Sicherheit. Ein wichtiges Element bildeten die Präsentationen der Projekte deutscher Partner, welche die WM als Katalysator für eine nachhaltige Entwicklung in Südafrika und in weiteren afrikanischen Staaten nutzen. Vertreten waren: das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die InWEnt (Internationale Weiterbildung und Entwicklung) gGmbH, die streetfootballworld gGmbH. Über die aktuellen und zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen anlässlich der 2010 FIFA Fußball-Weltmeisterschaft informierte der stellvertretende Polizeichef Südafrikas, André Pruis.
Hochkarätige Experten
Die zweite Informationsveranstaltung fand am 14. Oktober 2008 statt und beschäftigte sich mit den Themen Transport und Infrastruktur sowie dem aktuellen Stand der Vorbereitungen auf die FIFA WM 2010 im Allgemeinen. Mit Dr. Danny Jordaan, dem Haupt-Geschäftsführer des südafrikanischen Organisationskomitees, dem DFB-Schatzmeister Horst R. Schmidt in seiner Funktion als Berater für die FIFA WM 2010 sowie Hans Klaus, dem FIFA Kommunikationsdirektor, konnten hochkarätige Redner für die Veranstaltung gewonnen werden. Das offizielle Maskottchen Zakumi hatte bei dieser Gelegenheit in der Botschaft seinen ersten Auftritt außerhalb Südafrikas.
Die dritte Veranstaltung befasste sich mit den Themen „Football for Hope“ bzw. „20 Centres for 2010“, worüber der Leiter der FIFA-Abteilung für Soziale Verantwortung, Federico Addiechi gemeinsam mit Jürgen Griesbeck, dem Geschäftsführenden Gesellschafter der streetfootballworld gGmbH berichtete.
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