Südafrika 2010 - Deutschland 2006: Partnerschaft mit Kick!
Medienseminar der InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH, Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und Regionales Zentrum Mecklenburg-Vorpommern, in Kooperation mit dem DJV, Landesverband Mecklenburg-Vorpommern
Ort:
DJV Mecklenburg-Vorpommern, Landesgeschäftsstelle,
Schusterstraße 3, 19055 Schwerin
www.djv-mv.de
Südafrika ist dreieinhalb mal so groß wie Deutschland und hat 48 Millionen Einwohner. Die FIFA Fußball-WM, die weltweit größte und teuerste Sportveranstaltung, findet in diesem Sommer erstmals auf afrikanischem Boden statt. Entsprechend groß sind die Hoffnungen auf positive Wirkungen der Spiele, zu denen eine halbe Million Fußballfans erwartet werden.
Fußball ist in Südafrika allerdings fast nur der Sport der Townships, der Wohngebiete der Farbigen. Für Jungs mit dieser Herkunft ist Fußball oft der einzige Weg nach oben. Für die WM wurden mehrere Milliarden Rand für den Neu- und Umbau von Stadien, Straßen und Flughäfen ausgegeben, während unzählige Siedlungen immer noch keinen Strom und kein Wasser haben. Denn 16 Jahre nach dem Ende der Apartheid ist Südafrika zwar mit Abstand das reichste Land auf dem afrikanischen Kontinent, doch der Wohlstand ist ungleich verteilt.
Im Januar 2009 begann der Verkauf der Eintrittskarten. Für Südafrikaner gibt es zwar Vorzugspreise, bisher läuft der Vorverkauf aber enttäuschend. Die Wenigsten werden ein Fußballspiel sehen können, die Preise für Eintrittskarten sind für die meisten Einheimischen unerschwinglich. Ausschreitungen in den Townships und die hohe Kriminalität gehören immer noch zum Alltag der Bewohner, öffentlicher Nahverkehr war bisher ein Fremdwort. Gleichzeitig steht die Polizei vor einem massiven Sicherheitsproblem.
Die Erwartungen, was die WM dem Land bringen könnte, sind hoch. Es stellt sich die Frage, ob Südafrika bei all seinen sozialen und wirtschaftlichen Problemen überhaupt in der Lage ist, ein Großereignis wie die WM zu stemmen?
Südafrika und Deutschland als WM-Gastgeberland 2006 haben Partnerschaftsprojekte aufgelegt. Deutsche Experten beraten seit vier Jahren Südafrikaner bei der Planung von Infrastruktur, Logistik, Sicherheit, Marketing und Tourismus.
Das Seminar der InWEnt gGmbH hat die gesellschaftliche Rolle, das Potenzial und die Grenzen des Sports im Blick. Es wendet sich an Journalisten aus allen Fachgebieten, die ihren Lesern, Zuschauern oder Zuhörern einen Blick über den Tellerrand der Fußball-Berichterstattung bieten wollen.
Seminar-Programm:
Moderation: Sigrid Thomsen, freie Journalistin und Südafrika-Expertin
10.00-10.45 Uhr:
Vortrag anschließender Diskussion
20 Jahre Freiheit - Südafrika vor der WM 2010, ein Land zwischen Demokratie und enttäuschter Hoffnung
Referent: Dr. Stephan Kaußen, Südafrikaexperte und ARD-Hörfunkreporte
10.45-11.30 Uhr:
Projektvorstellung
Südafrika 2010 - Deutschland 2006: Partnerschaft mit Kick!
Inkl. Projektfilm "Partnerschaft mit Kick!"
Referentin: Pamina Haussecker, Projektleiterin der InWEnt gGmbH Bonn
11.30-11.45 Uhr:
Kaffeepause
12.00-13.00 Uhr:
Diskussionsrunde
Fortschritte, Chancen und Perspektiven für die ausrichtende Nation
Gesprächspartner:
Botschaftsrätin Andrea Kühn, Botschaft der Republik Südafrika in Berlin
Host City Advisor Marianne Hoffmann, i. A. der Bundesregierung für Durban und Polokwane sowie Abteilungsleiterin Sportveranstaltungen, Hamburger Behörde für Kultur, Sport und Medien
Südafrikaexperte Dr. Stephan Kaußen
13.00-13.30 Uhr:
Vortrag mit anschließender Diskussion
Die Rolle des Sports und der Medien in Südafrika
Referent: Dr. Stephan Kaußen, Südafrikaexperte und ARD-Hörfunkreporter
anschließend Mittagsimbiss
Anmeldung bitte bis spätestens 15. März 2010 an:
InWEnt - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH,
Regionales Zentrum Mecklenburg-Vorpommern
Frau Sabine Malwig
Arsenalstraße 8, 19053 Schwerin
Fon: 0385-55 74 393
Fax: 0385-55 74 394
E-Mail: sabine.malwig@inwent.org
www.inwent.org