Vor über 20 Jahren fiel nicht nur die Mauer in Berlin. Ein paar Monate später wurde in Nicaragua die sandinistische Revolution abgewählt. Linke und InternationalistInnen aus Ost und West waren geschockt und sprachlos. Schließlich hatte es mit dem kleinen mittelamerikanischen Land, seiner Befreiung von der Somoza-Diktatur, der sandinistischen Revolution und dem Aufbau und der Verteidigung des sandinistischen Projektes eine beispiellose Solidarität gegeben – in Ost und West. Im Rahmen einer Spurensuche soll in dem Gespräch und der anschließenden Diskussion beleuchtet werden, was die systemübergreifende Faszination für Nicaragua ausmachte, wer mit wem zusammengearbeitet hat, warum man selbst so wenig miteinander zu tun hatte und welche Spuren im Land und der eigenen Geschichte hinterlassen wurden. Im Lichte der Erfahrungen der Nicaragua-Solidarität und des Mauerfalls soll auch herausgearbeitet werden, was heute Kriterien für Solidarität und für die Bewertung eines emanzipatorischen Projektes sein können.
Veranstalter:
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