Das Ende des Holocaust, die brutale Auslöschung von Millionen von Menschenleben, ist in seinen wichtigsten Fakten bekannt. Viel weniger dokumentiert und bis heute viel weniger vorstellbar sind die Anfänge des Verbrechens mitten in einer „normalen“ Gesellschaft. In seinem Film „Menschliches Versagen“ geht der vielfach preisgekrönte Autor und Regisseur Michael Verhoeven daran, anhand der konkreten Geschichten von Betroffenen den Vorgang der Ausgrenzung, Entrechtung, Enteignung und schließlich Deportation der jüdischen Mitbürger aufzuzeigen. Der zentrale Themenbereich des Filmes ist die so genannte „Arisierung“ von jüdischem Eigentum und Vermögen, die vollständige Ausraubung der jüdischen Bevölkerung – die nach dem Krieg durch Rückerstattung oder Schadensersatz nur zu einem beschämend geringen Prozentsatz wieder „gut“ gemacht worden ist.
Veranstalter:
Stadt Bonn in Kooperation mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
Voranmeldung unter vhs@bonn.de