Online-Archiv der Servicestelle-Partnerschaftsinitiative

Projekt 2005 - 2006
Im Rahmen der Partnerschaftsinitiative wieder aufgebaute Häuser in Matara, Sri LankaPositive Bilanz fünf Jahre nach dem Tsunami
Selten hat eine Naturkatastrophe eine solche Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst wie der Tsunami an Weihnachten 2004. Die bei InWEnt angesiedelte Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Partnerschaftsinitiative war damals für viele Spendenwillige die erste Anlaufstelle und hat – fünf Jahre nach der Katastrophe – eine positive Bilanz der ermöglichten Wiederaufbau-Projekte gezogen. So vermittelte die Partnerschaftsinitiative bis Ende 2006 insgesamt 889 SpenderInnen an Hilfsprojekte in den Katastrophengebieten. Darunter waren Kommunen, Schulen, aber auch Einzelpersonen. Rund 300 Hilfsprojekte unter anderem in Indonesien, Sri Lanka und Indien konnten dank der Vermittlung und Beratung unterstützt werden.

Mit den Spendengeldern sind etwa dringend benötigte Anlagen für die Trinkwasserversorgung gebaut, Krankenhäuser instand gesetzt und komplette Siedlungen neu errichtet worden. In einigen Fällen ist aus einem einmaligen Spendenvorhaben eine langjährige Zusammenarbeit zwischen deutschen Städten und Menschen in Südostasien geworden, wie im Fall der Stadt Schwetzingen. Die Stadt ermöglichte nicht nur den Bau eines Waisenhauses für 25 Kinder in Sri Lanka, sondern will das Waisenhaus auch weiterhin unterstützen und hat finanzielle Hilfen bis zum Jahr 2016 zugesagt.

Die meisten der Hilfsprojekte in Südostasien sind heute abgeschlossen, und die auf zwei Jahre angelegte Vermittlungsarbeit der Partnerschaftsinitiative ist beendet. Aber die Arbeit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) geht weiter. Die Servicestelle unterstützt deutsche Städte und Gemeinden dabei, vor Ort einen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen zu leisten. Der Auf- und Ausbau von Entwicklungspartnerschaften ist dabei ein wichtiger Pfeiler.
Claudia Gruszinkat, 24. Sep 2010 17:46