Pressemeldung, Marburg 22.09.2011

Preisverleihung im Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels 2011"

Hauptstadt des Fairen Handels 2011 (Signet) Für den Schirmherrn des Wettbewerbs, Bundesminister Dirk Niebel, überreichte Frau Dr. Bögemann-Hagedorn vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Marburg heute die Preise. In diesem Jahr war es der fünfte Durchlauf (nach 2003) im Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels".

Die Preisverleihung ist eine Highlight-Veranstaltung der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt zur Fairen Woche 2011. Damit schloss der diesjährige Wettbewerb, der mit der Auslobung am 17. Januar 2011 begonnen hatte. Die Bewerbungsfrist endete am 22. Juli 2011.

Die Sieger (in Klammern: Preisgeld):
1. Preis: Stadt Bremen (30.000 Euro)
2. Preis: Stadt Saarbrücken (25.000 Euro)
3. Preise: Stadt Hannover (17.500 Euro) | Stadt Heidelberg (17.500 Euro)
4. Preis: Stadt Neumarkt in der Oberpfalz (10.000 Euro)

Damit wurde Bremen 2011 Sieger im Wettbewerb. Die Stadt erhielt damit das Recht, das abgebildete Signet zu verwenden.

Gruppenfoto von der Preisverleihung in Marburg. Copyright: Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, Foto: Dominik Schmitz Es haben sich 62 Kommunen (2009: 40, entspricht +55 Prozent) mit 851 Projekten (2009: 401, entspricht +111 Prozent) beworben. Die Jury hat intensiv und auf Basis der Kriterien aus 2003 mit den Beiträgen und den Plätzen gerungen. "Letztlich waren alle Beiträge ein Zeichen für die vielen kooperativen und kreativen Ideen in den Städten und Gemeinden Deutschlands zur Stärkung des Fairen Handelns. In diesem Jahr wogen alle Bewerbungen schwer und auf einer Waage 80 Kilogramm", so Michael Marwede von der Servicestelle.

Zum Sieger Bremen (Land Bremen, 547.000 Einwohner):
Die Stadt Bremen hat sich erstmals bei diesem Wettbewerb beworben. Durch eine große übergreifende öffentlichkeitswirksame Kampagne für den Fairen Handel entstand aus der Absicht der Bewerbung – mit beispielsloser Ausdauer und Eigendynamik – über zwei Jahre, mit wachsendem und hohem bürgerschaftlichen Engagement die Bewerbung! Die Jury war beeindruckt, dass eine Stadt aus einer Bewerbungsabsicht an sich einen Prozess macht.

Besonders gefiel das strategische Vorgehen, mit der die Thematik im öffentlichen Bewusstsein verankert werden konnte. Dazu gehören u.a. ein Videoclip mit Wettbewerb, eine Website, ein eigenes Logo und Motto: "Bremen fairbessern", ein Schülerwettbewerb, eine ganze Summerschool, und die Ernennung von Fair-Trade-Botschaftern. Zudem werden in Bremen globale und faire Aktivitäten strukturell und Projekte substantiell finanziell gefördert.

Die Jury:
  • Georg Abel, Verbraucher Initiative e.V.
  • Christoph Albuschkat, Forum Fairer Handel e.V.
  • Claudia Duppel, Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg (DEAB) e.V.
  • Lothar Ferber-Hammeke, DZ Bank Mikrofinanzfonds
  • Sabine Harles, Weltgebetstag der Frauen Deutsches Komitee e.V.
  • Wolfgang Köster, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Ute Kreienmeier, Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
  • Dieter Overath, TransFair e.V.
  • Egon Vaupel, Oberbürgermeister Universitätsstadt Marburg
  • Axel Welge, Deutscher Städtetag
Juryvorsitzender war Christoph Albuschkat.

Die Finanzierung:
Den Wettbewerb hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) getragen. Die Preisverleihung unterstützte die Universitätsstadt Marburg.

Dankesworte der Preisträger:
Bremen, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund und für Europa:
"Gleich bei der ersten Bewerbung zu den 'Fünf Fairsten' Preisträgern zu gehören ist für Bremen ein großartiger Erfolg. Es freut uns sehr, dass das große Engagement, mit dem viele Akteure in Bremen über zwei Jahre an der Bewerbung gearbeitet haben, von der Jury durch einen Preis gewürdigt wird."

Saarbrücken, Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin:
"Die Auszeichnung als erste Fairtrade-Stadt in Deutschland und der zweite Preis im Hauptstadtwettbewerb 2009 haben der Fairtrade-Initiative in Saarbrücken enormen Auftrieb gegeben. Der jetzige Preis ist die Belohnung für die zahlreichen aktiven Menschen in unserer Stadt, die sich mit Herzblut für eine gute Sache einsetzen. Herzlichen Glückwunsch!"

Hannover, Silvia Hesse, Leiterin Agenda21-Büro:
"Ich war zutiefst gerührt, dass unsere Arbeit als faire Stadt honoriert wird und breite Anerkennung findet. Wir brauchen jede Wertschätzung, um weitere aktive Partner gewinnen zu können und das Selbstverständnis bei den Konsumenten zu stärken."

Heidelberg, Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister:
"Die Auszeichnung ist für Heidelberg eine tolle Anerkennung und Ansporn zugleich. Der gemeinsame Einsatz mit unseren lokalen Partnern für eine nachhaltige Stadtpolitik, die vielfältigen Entwicklungs- und Eine-Welt-Projekte haben sich gelohnt. Den Gedanken des Fairen Handels wollen wir als Stadt in Zusammenarbeit mit Einzelhandel, Weltläden, Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen aber auch Sportvereinen, Studentenwerk, Eine-Welt-Zentrum und Nichtregierungsorganisationen in Zukunft noch stärker in Heidelberg verankern.“

Neumarkt in der Oberpfalz, Ruth Dorner, Bürgermeisterin:
"Für die Stadt Neumarkt ist es eine große Ehre zu den Preisträgern der Fairen Hauptstadt zu gehören. Wie werten diese Auszeichnung als Anerkennung der vielen Aktivitäten unserer Bürgerinnen und Bürger und der Stadt im Rahmen des Fairen Handels."

Entwicklungen, Perspektiven:
Die Servicestelle plant auf Empfehlung der Jury den Wettbewerb 2013 zu wiederholen.

Alle Bewerber- und Preisträgerkommunen werden in 2012 an Erfahrungsaustauschen teilnehmen, die die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt durchführt. Diese Teilnahme hat jeder Bewerber gewonnen, da alle Kosten übernommen werden.


Die Dokumentation:
Der gesamte Wettbewerb wird dokumentiert. Die guten Beispiele werden in die Datenbank auf unserer Internetseite eingepflegt. Die Kurzfilme der Preisträger werden hier ebenfalls online zu finden sein.

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jpg iconPressefoto zur Preisverleihung (öffnet in neuem Fenster). Copyright: Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Dominik Schmitz (0,8MB)

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www.service-eine-welt.de

V.i.S.d.P.: Michael Marwede, E-Mail: michael.marwede@giz.de
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt im Auftrag des BMZ

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