Newsletter der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt

Eine-Welt-Nachrichten Nr. 120 | Januar 2012

Willkommen!

Liebe EWN-LeserInnen,

seit dem 1. Januar 2012 firmiert die Servicestelle nicht mehr unter dem Dach der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), sondern der neuen ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen. Zu ENGAGEMENT GLOBAL gehören neben der Servicestelle die Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit, der Senior Experten Service, das Sekretariat Ziviler Friedensdienst, das weltwärts-Sekretariat, das ASA-Programm, das ENSA-Programm sowie die Programme entwicklungspolitischer Bildungs- und Rückkehrarbeit. Mit ENGAGEMENT GLOBAL gibt es in Deutschland damit erstmals eine zentrale Anlaufstelle für die Vielfalt des entwicklungspolitischen Engagements sowie der Informations- und Bildungsarbeit mit einer Telefonnummer, einer Adresse und einer Internetseite unter www.engagement-global.de. ENGAGEMENT GLOBAL informiert zu aktuellen Projekten und Initiativen in Deutschland und weltweit, berät Einzelne und Gruppen zu entwicklungspolitischen Vorhaben und fördert diese finanziell. ENGAGEMENT GLOBAL arbeitet im Auftrag der Bundesregierung und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert. Am 18. Januar 2012 wird Bundesminister Dirk Niebel die neue Organisation ENGAGEMENT GLOBAL gemeinsam mit Staatssekretär Hans-Jürgen Beerfeltz in Berlin vorstellen. Am 26. Januar 2012 ist zudem eine Veranstaltung mit Staatssekretär Beerfeltz in Bonn vorgesehen.

Ihre Servicestelle Kommunen in der Einen Welt / ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH

In den heutigen Eine Welt Nachrichten finden Sie folgende Rubriken:
    1. Über uns
    2. Termin-Nachlese
    3. Materialien & Medien
    4. Tipps
    5. Hintergrund
    6. Organisation direkt
    7. Monatshighlight
    8. Stellenbörse
    9. Partnergesuche
    10. Wettbewerbe
    11. Spruch des Monats
    12. Kontakt und Hinweise

Die nächsten EWN erscheinen am 20. Februar 2012

Über uns

Servicestelle mit neuer Adresse und neuen Kontaktdaten
Die Servicestelle ist umgezogen. Seit Jahresbeginn finden Sie uns unter der neuen Adresse: Tulpenfeld 7 in 53113 Bonn. Unsere neuen E-Mail-Adressen enden nun auf @engagement-global.de. Und auch die Telefonnummern der MitarbeiterInnen haben sich geändert. Die Kontaktdaten finden Sie auf unserer Internetseite. Bitte passen Sie Ihre Daten entsprechend an.
Zu unseren Kontaktdaten…

Zwölfte Bundeskonferenz der Kommunen und Initiativen
Die Servicestelle führt vom 14. bis 16. Juni 2012 die Zwölfte Bundeskonferenz der Kommunen und Initiativen in Mainz durch. Inhaltlicher Schwerpunkt ist diesmal: mehr Engagement für kommunale Entwicklungspolitik. Wir freuen uns, dass die Eröffnungsrede am 14. Juni 2012 durch den Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Hans-Jürgen Beerfeltz, gehalten wird. Tragen Sie die Konferenz in Ihren Kalender ein. Zimmerbuchungen bieten wir bereits über unsere Internetseite an.
Kontakt: SKEW, Michael Marwede, Fon 0228/ 228 - 20717 - 332, Fax 0228/ Fax 0228/20717-321, michael.marwede@engagement-global.de , www.info-mainz.de/tourist/bkki/

Dokumentation Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“
Die Dokumentation der fünften Runde des bundesweiten Wettbewerbs „Hauptstadt des Fairen Handels 20011" mit allen Informationen zu den Bewerbern und Preisträgern liegt vor und kann als Dialog Global Nr. 26 kostenfrei bestellt oder im Internet heruntergeladen werden. Weiteres Interessantes und Wissenswertes über unseren Wettbewerb finden Sie zudem auf unserer Internetseite. Also lassen Sie sich anregen und nutzen Sie die Chance, indem Sie sich bereits jetzt für den Wettbewerb im Jahr 2013 wappnen.
Bezug: SKEW, Michael Marwede, Fon 0228/ 228 - 20717 - 332, Fax 0228/ Fax 0228/20717-321, info@service-eine-welt.de,
Zur Publikationenseite und zum Hauptstadtwettbewerb…

Pressespiegel 2011 der Servicestelle
Der Pressespiegel der Servicestelle für das Jahr 2011 ist erschienen. Er enthält eine bunte Mischung der Schwerpunktthemen der Servicestelle, angefangen vom neu gegründeten Netzwerk Migration und Entwicklung, der Pilotphase des Projektes „50 Kommunale Klimapartnerschaften bis 2015“ und dem Netzwerk von deutschen Kommunen mit Partnerschaften in Nordafrika über das kommunale Projekt „WM-Brasilien 2014 – Deutschland 2006/2011: Partner für nachhaltige Stadtentwicklung“ bis hin zur fünften Runde des Wettbewerbs „Hauptstadt des Fairen Handels“. Der Pressespeigel kann gedruckt kostenfrei bestellt werden.
Bezug: SKEW, Renate Wolbring, Fon 0228/20717-330, Fax 0228/20717-321, info@service-eine-welt.de

Termin-Nachlese

29.11.2011, Brüssel
Unterzeichnungszeremonie des Konvents der Bürgermeister
Zur jährlichen Unterzeichnungszeremonie für die neu hinzugekommenen Mitglieder des Konvents der Bürgermeister kamen mehr als 1.000 TeilnehmerInnen im Europäischen Parlament in Brüssel zusammen. Dazu zählten auch 263 neu unterzeichnende BürgermeisterInnen aus ganz Europa. Der Zeitpunkt wurde strategisch bedeutsam gelegt, parallel zu den internationalen Klimaverhandlungen in Durban. Mittlerweile umfasst das Bündnis mehr als 3.000 regionale und lokale Gebietskörperschaften, die das von der Europäischen Union festgeschriebene Reduktionsziel der Kohlendioxid-Emissionen von 20 Prozent bis zum Jahr 2020 noch übertreffen wollen. Zudem haben sich die Konventsmitglieder verpflichtet, innerhalb eines Jahres nach Beitritt zum Konvent einen Aktionsplan für nachhaltige Energie vorzulegen und ihre BürgerInnen für das Thema der Nachhaltigkeit zu sensibilisieren. Aus Deutschland gehören dem Konvent der Bürgermeister mittlerweile mehr als 60 Kommunen an.
www.konventderbuergermeister.eu/about/covenant-of-mayors_de.html

Materialien & Medien

Broschüre zur Klimaanpassung vor Ort
Die Städte Stuttgart, Arnsberg und Wuppertal sowie die Münchener Wohnungsbaugenossenschaft WOGENO sind Gewinner des „Blauen Kompass 2011“. Mit dem Preis, der am 12. Dezember 2011 erstmals verliehen wurde, zeichnen Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt die besten Ideen zur Anpassung an den Klimawandel in Deutschland aus. Eine vom Ecologic Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Broschüre stellt nun die Projekte der Wettbewerbsgewinner sowie weitere beispielhafte Anpassungsmaßnahmen auf lokaler und regionaler Ebene vor. Im Zentrum der Veröffentlichung steht die Dokumentation von Anpassungsmaßnahmen, die als Beiträge zum Wettbewerb in die „Tatenbank“ des Umweltbundesamtes eingetragen wurden. Die Broschüre „Das Klima ändert sich – was können wir tun? Beispiele der Anpassung vor Ort“ kann im Internet bestellt oder heruntergeladen werden.
www.umweltbundesamt.de/uba-info-medien/...,
www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/4229.pdf

Portal zur Entwicklungszusammenarbeit lokaler Behörden
Ein neues Internetportal soll lokalen Gebietskörperschaften helfen, ihre Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit auszutauschen und neue Entwicklungspartnerschaften zu gründen. Das Portal, das vom Ausschuss der Regionen und der Generaldirektion Entwicklung und Zusammenarbeit der Europäischen Kommission entwickelt wurde, besteht aus mehreren Elementen: dem Atlas der dezentralen Zusammenarbeit, in dem die Projekte und Entwicklungshilfebeiträge der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften in der EU und ihrer Partnerorganisationen in den Entwicklungsländern kartiert werden, der „Börse“ der dezentralen Zusammenarbeit, in der Kommunen und Regionen nach neuen Entwicklungspartnern suchen können, einer Online-Bibliothek mit Informationen über Entwicklungsstrategien und die zur Verfügung stehenden EU-Mittel sowie Diskussionsforen, in denen Erfahrungen, Informationen und Ideen ausgetauscht werden können. Das Portal ist nur in englischer Sprache verfügbar.
http://portal.cor.europa.eu/atlas/en-US/Pages/welcome.aspx

Neues Internetportal zur deutschen Klimafinanzierung
Die Heinrich-Böll-Stiftung und die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt, Germanwatch und Oxfam haben einen gemeinsamen Internetauftritt zu den finanziellen Aufwendungen Deutschlands für den Klimaschutz gestartet. Auf dem Portal finden sich Analysen zu den finanziellen Hilfen Deutschlands für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungs- und Schwellenländern, aktuelle Artikel zum Thema Klimafinanzierung sowie Informationen zu den Entwicklungen bei den UN-Klimaverhandlungen, bei denen die finanzielle Unterstützung für die armen Länder eine zentrale Rolle spielen. Zudem soll das Portal in Kürze durch eine Projektdatenbank ergänzt werden, die auf der Grundlage von ausgewählten Kriterien eine spezifischere Bewertung der klimarelevanten Maßnahmen ermöglichen soll.
www.deutscheklimafinanzierung.de

Ernährung als Thema im Jahr 2012
Die meisten Menschen verbinden mit nachhaltiger Entwicklung vor allem Klimaschutz, Energiesparen oder globale Gerechtigkeit. Dabei ist auch die Ernährung von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung der Welt. Warum landen so viele Lebensmittel auf dem Müll? Was hat die Wurst im Pausenbrot mit dem Klimawandel zu tun? Und was ist fair am Fairen Handel? Diesen und anderen Fragen widmet sich die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2012 mit dem Jahresthema „Ernährung“. Auf der Internetseite der Un-Dekade gibt es dazu jede Menge Informationen, ausgezeichnete Projekte, Veranstaltungen, Filme, Bücher und Lehrmaterialien.
www.bne-portal.de/...Aktuelles/17__Jahresthema...

Evaluierung des Freiwilligendienstes „weltwärts“
Von „weltwärts“ geht ein Impuls für die entwicklungspolitische Inlands- und Bildungsarbeit im Sinne des Globalen Lernens aus. Dies ist eines der Ergebnisse einer unabhängigen Evaluierung des im Jahr 2007 vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) initiierten Freiwilligendienstes. Das Programm erreiche sein Ziel, junge Menschen und dabei insbesondere Frauen für ein freiwilliges Engagement in Entwicklungsländern zu interessieren. Eine Kurzfassung des Evaluierungsberichts steht im Internet als Download bereit.
www.bmz.de/de/.../evaluierungsberichte_ab_2006/EvalBericht056.pdf

Portal zur Energieeffizienz in Regionen und Städten
Anregungen und Tipps, wie Landes- und Kommunalverwaltungen mit Hilfe von Informations- und Kommunikationstechnologien ihre Energieeffizienz steigern können, liefert ein neues Internetportal, das vom Ausschuss der Regionen und der Europäischen Kommission entwickelt wurde. Das Portal bietet praktische Tipps zur Steigerung der Energieeffizienz in Form von „Schritt-für-Schritt“-Anleitungen und Fallstudien. Die Initiative schließt an eine Stellungnahme des Ausschusses der Regionen aus dem Jahr 2008 an, in der die Frage behandelt wurde, wie die Herausforderungen der Energieeffizienz mittels Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) angegangen werden können. Der Ausschuss der Regionen gab damals eine Reihe spezifischer Empfehlungen ab, um die Energieeffizienz der lokalen und regionalen Gebietskörperschaften zu steigern, und forderte unter anderem, dass „die Kommission gemeinsam mit dem Ausschuss der Regionen und anderen Akteuren einen praktischen Leitfaden ausarbeitet, wie die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften die IKT bei ihren Klimaschutzplänen nutzbar machen können“.
ict4eewiki.eu

Broschüre zur nachhaltigen Stadtentwicklung
Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat eine neue Broschüre zur nachhaltigen Stadtentwicklung herausgegeben. Unter dem Titel „Perspektiven der Urbanisierung – Städte nachhaltig gestalten“ werden zunächst zehn Gründe für Stadtentwicklung vorgestellt. Weitere Themen sind „Stadt und Klimawandel“, „Stadt und Sicherheit“ sowie „Stadt und gute Regierungsführung“. Die zehnseitige Publikation kann bestellt oder im Internet heruntergeladen werden.
Bezug: Publikationsversand der Bundesregierung, Postfach 48 10 09, 18132 Rostock, Fon 01805/7780-90, Fax 01805/7780-94, publikationen@bundesregierung.de, www.bmz.de/...Informationsbroschuere_10_2011.pdf

Broschüre zu Klimaschutz und Wachstum
Die Energiewende ist das große Modernisierungs- und Innovationsprojekt der deutschen Wirtschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Entscheidend ist dabei, dass Energie für alle bezahlbar bleibt. Deshalb setzt die Bundesregierung auf eine Mischung aus staatlicher Förderung und wirtschaftlichen Anreizen, um erneuerbare Energien und Energieeffizienz voranzubringen. Eine neue Broschüre des Bundesumweltministeriums beschreibt die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für den Klimaschutz, stellt die Eckpfeiler der Energiewende vor und gibt einen Überblick alle wichtigen Gesetze und Förderprogramme. Die Brochüre „Klimaschutz und Wachstum – Deutschlands Aufbruch ins Zeitalter der erneuerbaren Energien
www.bmu.de/bestellformular/content/4159.php#2209,
www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/broschuere_klima_wachstum_bf.pdf

Arbeitshilfe zur Einwerbung von Fördermitteln
Vielen bürgergesellschaftlichen AkteurInnen mangelt es nicht an Ideen zur aktiven Gestaltung des Gemeinwesens, wohl aber an den nötigen finanziellen Mitteln. Das Schreiben eines Projekt- oder Förderantrages gehört deshalb für viele gemeinnützige Initiativen, Vereine und Non-Profit-Organisationen zum Alltag. Die Anforderungen, die an die inhaltliche und formale Qualität eines erfolgreichen Projektantrags gestellt werden, sind allerdings hoch. Eine neue Arbeitshilfe der Stiftung MITARBEIT zeigt praxisnah, wie das Schreiben eines Projektantrages und die Akquise von Fördermitteln gelingen können. „Erfolgreich Fördermittel einwerben. Tipps und Tricks für das Schreiben von Projektanträgen“ ist als Arbeitshilfe Nr. 42 beim Verlag Stiftung MITARBEIT erschienen und kann zum Preis von zehn Euro im Internet bestellt werden.
www.mitarbeit.de/pub_arbeitshilfen.html

Neues Informationsportal zur Energieeinsparverordnung
Umfassende Informationen zum Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und zur Energieeinsparverordnung (EnEV) enthält ein neuer Internetauftritt des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Interessierte können auf dem Portal Rechtsvorschriften, die offiziellen Auslegungen der EnEV und weitere Informationen zum ergänzenden Recht der Bundesländer abrufen. Wegen der wachsenden europäischen Dimension des Energieeinsparrechts enthält das Portal auch hierzu einen umfangreichen Bereich. Angeboten wird zudem ein Archiv zu sämtlichen früheren Rechtsständen im Bereich der Energieeinsparung. Ergebnisberichte von Forschungsprojekten des Bundes zur Energieeinsparung in Gebäuden ergänzen das Angebot.
www.bbsr-energieeinsparung.de...

Datenbank mit Unterrichtsmaterialien zum Thema „Eine Welt“
In der Datenbank „Eine Welt Unterrichtsmaterialien“ der Eine Welt Internet-Konferenz (EWIK) können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Materialien zur „Einen Welt“ informieren. Dabei kann auch konkret nach Bildungsbereich, Medienart, geografischem Stichwort und Sach-Schlagwort wie etwa Abschiebung, Armut, Entwicklungspolitik, Fairer Handel, Interkulturelles Lernen oder Kinderrechte gesucht werden. Zudem können die Materialien teilweise direkt online bestellt werden. Gefördert wird die Datenbank vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
www.eine-welt-unterrichtsmaterialien.de/einewelt/index.html

Publikation zu Jugend und Eine Welt-Engagement
Das Fachforum Partizipation und Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt Landesnetzwerke in Deutschland (agl) hat eine Publikation zum Thema „Jugend und Eine Welt-Engagement“ herausgegeben. Sie behandelt schwerpunktmäßig die Partizipation von Jugendlichen und Jugendprojekten in der Eine Welt-Arbeit. Das Themenheft „Macht abgeben, Zukunft gewinnen“ kann in zwei Teilen im Internet heruntergeladen werden.
www.agl-einewelt.de/...themenheft-qmacht-abgeben-zukunft-gewinnenq

Mit „zukundo“ zu mehr Nachhaltigkeit
Mit „zukundo“ gibt es nun ein neues Internetportal für Nachhaltigkeit. Zukundo ist ein Kunstwort aus „Zukunft“ und „do“, also Handeln, und lässt Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen und begleitet den Online-Dialog mit Schulaktionen. Erdacht und entwickelt wurde die Internetseite vom Münchener Verein „Creating Sustainability“. Dies ist ein Zusammenschluss von StudentInnen, DoktorandInnen und BerufsanfängerInnen, die jungen Menschen das Leitbild der Nachhaltigkeit näher bringen wollen.
www.zukundo.de

Tipps

Förderrichtlinie zum Klimaschutz in Kommunen
Das Bundesumweltministerium fördert auch in diesem Jahr Klimaschutzprojekte in Kommunen. Nach der novellierten Kommunalrichtlinie wird die Förderung sogar noch ausgebaut. Interessierte Kommunen, kulturelle oder soziale Einrichtungen sowie Unternehmen, die zu 100 Prozent in kommunaler Trägerschaft sind, können seit Beginn des neuen Jahres Anträge einreichen. Mit der Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen hat das Bundesumweltministerium in den vergangenen Jahren bereits mehr als 2.000 kommunale Klimaschutzprojekte unterstützt. Das bisherige Förderspektrum umfasst die Erstellung von Klimaschutzkonzepten sowie von Einzelmaßnahmen zur Umsetzung dieser Konzepte, die Finanzierung von KlimaschutzmanagerInnen und die Anwendung innovativer Technologien in der Stromnutzung. Mit der neuen Richtlinie werden insbesondere die Unterstützung für kommunale KlimaschutzmanagerInnen sowie die Förderung der Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut. Anträge nach der novellierten Kommunalrichtlinie können bis zum 31. März 2012 beim „Projektträger Jülich“, der mit der Durchführung des Programms beauftragt ist, eingereicht werden.
www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Deutschlands älteste Rathaus-Pumpe gesucht
Alte Heizungspumpen arbeiten ineffizient und sind meist überdimensioniert. In Verwaltungsgebäuden sind häufig sogar mehrere dieser Pumpen im Einsatz. So entstehen unnötig hohe Stromkosten, die um durchschnittlich 70 Prozent pro Jahr reduziert werden könnten. Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft „co2online“ fahndet nun nach der ältesten Rathaus-Pumpe Deutschlands und ruft alle Kommunen auf, ihre Pumpe zu fotografieren und per E-Mail an „co2online“ zu senden. ExpertInnen bestimmen das Alter der Pumpe und küren den Gewinner. Das Rathaus mit der ältesten Pumpe erhält eine moderne Hocheffizienzpumpe des Pumpenherstellers Wilo. Einsendeschluss für die Fotos ist der 31. Januar 2012.
www.klima-sucht-schutz.de/.../pumpencheck-spezial/wettbewerb.html

EU-Förderung für kommunale Nord-Süd-Zusammenarbeit
Im Rahmen der Entwicklungspolitik der Europäischen Union werden seit Jahren Auslands- und Inlandsprojekte von Nichtregierungsorganisationen gefördert. Nun gibt es auch eine spezielle Förderlinie ausschließlich für Kommunen und Kommunalverbände. Unterstützt werden Projekte in Südländern, Projekte zur Koordination in Europa sowie Projekte zur Information und Sensibilisierung der Bevölkerung zu Nord-Süd-Themen in Europa. Das Antragsverfahren ist zweistufig. Zunächst ist eine „Concept note“, also ein Konzeptidee, einzureichen. Die Antragsteller, deren Vorantrag ausgewählt wurde, werden in einem zweiten Schritt aufgefordert, einen Vollantrag zu stellen. Voranträge können noch bis zum 1. Februar 2012 eingereicht werden. Weitere Informationen und die Antragsunterlagen stehen in englisch, französisch und spanisch im Internet zur Verfügung.
https://webgate.ec.europa.eu/europeaid/online-services/...

Mitmachen bei Europäischer Woche der nachhaltigen Energie
Die diesjährige Europäische Woche der nachhaltigen Energie (EUSEW) findet vom 18. bis zum 22. Juni 2012 statt. Während dieses Zeitraums werden überall in Europa Veranstaltungen zu den Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien organisiert. Die Europäische Kommission ruft AkteurInnen vor Ort auf, sich durch die Organisation eines Energie-Tages an der EUSEW zu beteiligen. Teilnehmen können alle lokalen und regionalen Behörden, Unternehmen, Handelskammern, Universitäten, Verbraucherschutzorganisationen, Bürgervereinigungen und Nichtregierungsorganisationen. Der Energie-Tag kann alle Arten von Veranstaltungen umfassen, angefangen von Ausstellungen und Konferenzen über Online-Veranstaltungen und Workshops bis hin zu Kampagnen. Weitere Informationen in englischer Sprache gibt es im Internet, wo sich TeilnehmerInnen und Interessierte auch registrieren und ihre Veranstaltung anmelden können.
www.eusew.eu/join-eusew

Hintergrund

Positive Bilanz der Europäischen Umwelthauptstadt Hamburg
Als Umwelthauptstadt Europas des Jahres 2011 hat die Freie und Hansestadt Hamburg eine positive Bilanz gezogen. Auf rund 2.000 Veranstaltungen sei mit VertreterInnen aus Politik und Verwaltung, Unternehmen, Vereinen und mit BürgerInnen über Möglichkeiten diskutiert worden, wie Städte zukunftsfähig gemacht werden können. Zudem seien Haushalte, Familien und Kinder dazu angeregt worden, umweltbewusster zu handeln. „Hamburg war eine beispielhafte Europäische Umwelthauptstadt“, lobte EU-Umweltkommissar Janez Potočnik die Hansestadt zum Abschluss des Jahres. Besonders beeindruckend sei der „Zug der Ideen“ gewesen, der mit seiner Fahrt die wichtige Botschaft einer nachhaltigen Stadtentwicklung in 18 europäische Städte weitergetragen habe. Den Titel „Europäische Umwelthauptstadt trägt nun die spanische Stadt Vitoria-Gasteiz.
http://umwelthauptstadt.hamburg.de,
www.europeangreencapital.eu

Weiterentwicklung der fairen Beschaffung in München
Der Stadtrat von München hat einstimmig beschlossen, das städtische Einkaufs- und Vergabewesen noch fairer und nachhaltiger zu gestalten. Nach dem entsprechenden Beschluss des Stadtrates vom 14. Dezember 2011 sollen zukünftig bei Bauarbeiten nur noch Natursteine verwendet werden, die nachweislich nicht aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen. Dasselbe soll auch für neue Sportbälle an Münchner Schulen gelten. Der Anteil fair und biologisch erzeugter Lebensmittel, Getränke und Blumen bei städtischen Veranstaltungen soll ebenfalls so weit wie möglich erhöht werden. Dies gilt auch für alle städtischen Kindertageseinrichtungen. Nach dem Beschluss soll die neue Vergabepraxis außerdem auch auf städtische Betriebe, Zuschussnehmer und kooperierende freie Träger ausgedehnt werden. Bereits vor knapp zehn Jahren hatte der Stadtrat erstmals festgelegt, soziale und ökologische Aspekte stärker im Beschaffungswesen zu beachten.
www.muenchen.de/rathaus/...

Nachhaltigkeitsstrategie für Thüringen
Die schwarz-rote Landesregierung von Thüringen hat am 7. Dezember 2011 ihre Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet. Darin werden für sieben Themenbereiche Herausforderungen dargestellt sowie Ziele und Schwerpunkte definiert. Im Bereich „Staat und Gesellschaft“ geht es etwa um die Nutzung erneuerbarer Energien in Landesgebäuden. Das Themenfeld „Demografischer Wandel“ behandelt unter anderem die Sicherung des Fachkräftebedarfs sowie eine wohnortnahe medizinische Versorgung. Das Schwerpunktthema „Natürliche Ressourcen“ zielt auf die fristgerechte Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, die Erschließung innerstädtischer Brachflächen und den Erhalt der biologischen Vielfalt. Beim Thema „Energie und Klima“ stehen Energieeinsparung, Anpassung an den Klimawandel und raumbezogene Mobilitätskonzepte im Vordergrund. Im Bereich „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ geht es unter anderem um lebenslanges Lernen und regionale Bildungskooperationen. Der Aufgabenbereich „Nachhaltiges Wirtschaften“ verfolgt eine ökologische Wirtschaftspolitik, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die nachhaltige öffentliche Beschaffung. Der Bereich „Gesundes Leben“ befasst sich mit Ernährungsberatung, Gesundheitsförderung an den Schulen und der Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen. Die Nachhaltigkeitsstrategie beinhaltet für jeden Bereich Indikatoren, die die Wirkung nachhaltiger Politik in den nächsten Jahren mess- und vergleichbar machen sollen.
www.thueringen.de/.../nachhaltigkeit/strategie_stand_18_11_2011... (pdf)

Wesel nun Fairtrade-Kreis
Als bundesweit dritter Landkreis ist der Kreis Wesel mit dem Titel „Fairtrade-Kreis“ ausgezeichnet worden. Den Grundstein für die Zertifizierung legte der Kreistag am 26. Juni 2010 mit seinem Beschluss, dass bei sämtlichen Sitzungen nur noch fair gehandelter Kaffee oder Tee ausgeschenkt werden darf. Zudem wurde eine siebenköpfige Steuerungsgruppe mit VertreterInnen des Kreises, der Agenda-Beauftragten der Kommunen und der Eine-Welt-Läden eingesetzt, die die Aktivitäten zum „Fairtrade-Kreis“ vor Ort koordiniert. Mittlerweile bieten 50 Einzelhandelsgeschäfte im Kreis Produkte aus Fairem Handel an. Außerdem werden in 34 Cafés und Restaurants fair gehandelte Getränke ausgeschenkt. Und in 16 öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden kreisweit Fairtrade-Produkte verwendet und Bildungsaktivitäten zum Thema „Fairer Handel“ durchgeführt. Bei der Auszeichnungsfeier am 12. Dezember 2011 dankte Landrat Dr. Ansgar Müller den zahlreichen AkteurInnen aus dem Kreis Wesel, ohne die diese Auszeichnung nicht zustande gekommen wäre.
www.fairtrade-towns.de, www.kreis-wesel.de/…

Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kommunen
Die Deutsche Kommission der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) und die Bürgermeister der 13 deutschen UN-Dekade-Städte fordern von Bund und Ländern mehr Unterstützung, um mit Hilfe von Bildung in Kommunen eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. Das geht aus der im Dezember 2011 veröffentlichten Erklärung „Zukunftsfähige Kommunen: Chancen durch Bildung für nachhaltige Entwicklung“ hervor. In der Erklärung heben die Bürgermeister die große Bedeutung hervor, die das Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ für die Kommunalpolitik hat. Es „ist in unseren Augen weder ein Luxus für gute Zeiten noch ein beliebiger Bildungsansatz neben anderen“. Das Lehr- und Lernkonzept sei die Grundlage, um Kommunen zukunftsfähig zu gestalten. Es vermittele Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Werte, Kenntnisse und Fertigkeiten, die dafür nötig seien. Die Bürgermeister rufen zudem weitere Städte, Gemeinden und Landkreise auf, Teil der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ zu werden und sich ebenfalls als UN-Dekade-Kommune zu bewerben. Seit 2005 hat die Deutsche UNESCO-Kommission bundesweit 13 Kommunen als UN-Dekade-Stadt ausgezeichnet: Aalen, Alheim, Bad Honnef, Bonn, Erfurt, Frankfurt am Main, Freiburg im Breisgau, Gelsenkirchen, Hamburg, Heidelberg, Hellenthal, Minden und Neumarkt in der Oberpfalz.
www.unesco.de/.../_DUK_Erklaerung_Dekade_Kommunen.pdf

Blumengütesiegel FLP vor dem Aus
Das Flower Label Program (FLP) steht vor dem Aus, nachdem die Food First Informations- und Aktions-Netzwerke (FIAN) aus Deutschland und Österreich, die Hilfswerke Brot für die Welt und terre des hommes sowie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt aus dem Verein ausgetreten sind. Die Organisationen sahen sich laut eigener Aussage durch die Entwicklungen im letzten Jahr und den Zustand des FLP e. V. am Jahresende 2011 dazu gezwungen. FLP sei im letzten Jahr wirtschaftlich nicht mehr tragfähig gewesen, die Büros in Köln und Quito in Ecuador seien bereits geschlossen. Grund dafür sei eine große Zahl von Austritten und Dezertifizierungen von FLP-Betrieben. Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften hätten sich gegenüber ProduzentInnen und HändlerInnen nicht mit dem Vorschlag durchsetzen können, FLP in Fairtrade zu überführen. FIAN, Brot für die Welt und terre des hommes wollen sich jedoch weiterhin im Rahmen ihrer Arbeit für soziale Rechte im Blumensektor stark machen. Auch die IG Bauen-Agrar-Umwelt will die Siegelung durch den Fairen Handel weiterhin unterstützen. Die vier Organisationen fordern KonsumentInnen dazu auf, sich beim Kauf für Fairtrade zertifizierte Blumen und Pflanzen zu entscheiden.
http://www.fian.de/online/

EU-Projekt für städtische Nachhaltigkeit
Die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart ist Partner in einem von der Europäischen Union geförderten Projekt zur Verbesserung städtischer Anpassungsfähigkeit und Nachhaltigkeit. An dem Projekt „Transitioning towards Urban Resilience and Sustainability“ (TURaS) nehmen insgesamt 16 Städte und Forschungseinrichtungen aus elf europäischen Ländern teil. Mit dabei ist auch das Klima-Bündnis. In dem Projekt wollen die Kommunen, Wirtschaftsunternehmen und ForscherInnen in den nächsten fünf Jahren neue Strategien für den Wandel entwickeln, die es den Städten in Europa erlauben, sich anzupassen, nachhaltig zu werden sowie den städtischen ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Jede Stadt konzentriert sich dabei auf einen Forschungszweig. In Stuttgart, Rotterdam und London etwa sondieren ForscherInnen neue Wege zur Verminderung des Hochwasserrisikos. In Brüssel, Rom und Sevilla suchen WirtschaftsführerInnen nach Möglichkeiten zur Unterstützung nachhaltig wirtschaftender Betriebe. Gleichzeitig wird in Dublin und Nottingham untersucht, ob Brachen genutzt werden können, um die städtische Biodiversität zu verbessern.
www.turas-cities.org

Zuwachs der erneuerbaren Energien in Deutschland
Das Bundesumweltministerium hat zum Jahresende 2011 vorläufige Schätzungen der „Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien Statistik“ (AGEE-Stat) veröffentlicht. Demnach konnten die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zur Energieversorgung in Deutschland im vergangenen Jahr kräftig steigern. Insbesondere bei der Deckung des Strombedarfs hätten die erneuerbaren Energien 2011 einen Sprung auf einen Anteil von rund 20 Prozent am Stromverbrauch gemacht, heißt es. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 waren es noch rund 17 Prozent. Seit dem Jahr 2000 habe sich damit der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Endenergieverbrauch bis heute etwa verdreifacht.
www.bmu.de/.../aktuelle_pressemitteilungen/pm/48231.php

Faire Schokolade für Domstadt Köln
Anlässlich der Verleihung des Titels „Fairtrade-Stadt“ am 18. November 2011 an die Stadt Köln hat der Weltladen Köln eine faire Schokolade gestaltet. In Anlehnung an das Kölner Motto „Köln ist ein Gefühl“ heißt die Schokolade „Fair – e jot Jeföhl“. Die Schokolade in der Geschmacksrichtung Nougat-Krokant kommt aus dem Haus der österreichischen Schokoladenmanufaktur Zotter. Für die Gestaltung des aufgedruckten Doms beauftragte der Weltladen Köln das madagassische Fairhandels-Projekt Mahafaly, das unter anderem Auto- und Flugzeugmodelle aus recycelten Blechdosen herstellt. Es gestaltete einen Dom in Miniaturform, wobei einer der Türme eine Narrenkappe trägt.
www.weltladen.de/weltladenkoeln#Koeln-Schokolade

Organisation direkt

20 Jahre TransFair
TransFair blickt in diesem Jahr auf sein 20-jähriges Bestehen zurück. Seit seiner Gründung 1992 will der gemeinnützige Verein benachteiligte Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika fördern und durch den Fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen verbessern. Als unabhängige Initiative handelt TransFair nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel für fair gehandelte Produkte auf der Grundlage von Lizenzverträgen. Zudem setzt sich TransFair dafür ein, weitere PartnerInnen und UnterstützerInnen für den Fairen Handel durch Marketing-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit zu gewinnen. Nach Angaben von TransFair sind seit dem Gründungsjahr 2,1 Milliarden Euro mit Fairtrade-Produkten umgesetzt worden. Dabei sind rund 400 Millionen Euro Fairtrade-Direkteinnahmen erwirtschaftet worden. Das wichtigste Produkt des Fairen Handels ist Kaffee. VerbraucherInnen haben in den vergangenen 20 Jahren elf Milliarden Tassen Fairtrade-Kaffee getrunken. Produkte mit dem Fairtrade-Siegel gibt es bundesweit in 36.000 Geschäften. Mehr als 18.000 gastronomische Betriebe schenken Fairtrade-Kaffee und -Kakao aus. 200 Firmen stellen Produkte unter den Fairtrade-Bedingungen her. Aktuell profitieren rund 1,2 Millionen Menschen im globalen Süden von Fairtrade.
www.fairtrade-deutschland.de

Monatshighlight

Internationales Jahr der nachhaltigen Energie für alle
1,5 Milliarden Menschen leben weltweit ohne Strom. Eine weitere Milliarde hat keinen stabilen Zugang zur Stromversorgung. Die Vereinten Nationen haben nun der Energiearmut den Kampf angesagt und das Jahr 2012 zum Internationalen Jahr der nachhaltigen Energie für alle erklärt. Damit möchten sie das Bewusstsein dafür stärken, wie wichtig eine nachhaltige Energieversorgung für die Zukunft der Weltbevölkerung ist. Erschwingliche Energie sei die Voraussetzung, um Menschen zu langfristiger, dauerhafter und nachhaltiger Entwicklung zu verhelfen, die weltweite Armut zu bekämpfen und die Millennium-Entwicklungsziele zu erreichen, heißt es in der entsprechenden UN-Resolution. Nachhaltige Energie schaffe Jobs und Sicherheit, schütze das Klima und die Ökosysteme und stärke Volkswirtschaften. Um den Zugang zu moderner, sauberer Energie sicherzustellen, den globalen Energieverbrauch zu senken und den Anteil erneuerbarer Energien zu erhöhen, haben die Vereinten Nationen nun eine Gruppe aus 20 UN-Organen und Organisationen gebildet, die bis zur Rio +20-Konferenz im Juni 2012 eine Roadmap für die Erreichung der Ziele, mit einer globalen Strategie und konkreten Maßnahmen vorstellen wird.
www.sustainableenergyforall.org

Stellenbörse

Social Media Community ManagerIn
ENGAGEMENT GLOBAL sucht für seine Stabsstelle Kommunikation in Bonn eine Social Media Community Managerin oder einen Social Media Community Manager zur Pflege und zum Ausbau der Social Media Aktivitäten. Dazu gehören die Konzeption und Durchführung von Social Media Kampagnen sowie laufende Kommunikation und Betreuung der Social Media Accounts auf Facebook, Twitter und Youtube, die Einführung aktueller Social Media Tools und Plattformen, die Planung von Online-Werbemitteln, die Einführung und das Betreiben eines Social Media Monitoring-Prozesses sowie die Beratung und Schulung von KollegInnen. BewerberInnen sollten unter anderem ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium mit Schwerpunkt Kommunikation, Publizistik, Journalismus, Onlinemedien und/oder Politik oder vergleichbare Fähigkeiten und Kenntnisse vorweisen können. Die Vollzeitstelle ist auf 24 Monate befristet. Bewerbungen sind bis zum 18. Januar 2012 im Internet möglich.
Bewerbung: https://onlinebewerbung.dienstleistungszentrum.de/BaSys2Webapp/EngGlobal-01-2012/pre_anmeldung.do |, Infos: ENGAGEMENT GLOBAL, Nancy Thundiyil, Fon 0228/20717-444, www.engagement-global.de/social-media-community-managerin-vollzeit.html

Partnergesuche

Partnerschaftsgesuch aus dem Libanon
Die libanesische Gemeinde Aabrine hat etwa 5.000 EinwohnerInnen und liegt etwa sieben Kilometer oberhalb der Hafenstadt Batroun und 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Beirut. Haupterwerbszweige sind die Landwirtschaft mit dem Anbau von Gemüse, Oliven und Weizen, die Viehzucht sowie die Aluminium- und Holzverarbeitung. Daneben ist der Ort als touristischer Anziehungspunkt bekannt. Die Gemeinde ist am Aufbau einer Partnerschaft mit einer deutschen Kommune in den Bereichen Wirtschaft, Ökologie, Kultur und Tourismus interessiert.
Infos: Rat der Gemeinden und Regionen Europas, Deutsche Sektion, Ines Spengler, Gereonstr. 18-32, 50670 Köln, Fon 0221/3771-313, ines.spengler@staedtetag.de

Wettbewerbe

Einsendeschluss 15.02.2012
Ideenwettbewerb zu nachhaltiger Unternehmensführung
Der Rat für Nachhaltige Entwicklung sucht Ideen und Anstöße für eine vollständige Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kosten in der Unternehmenspraxis sowie weitere Ansätze nachhaltiger Unternehmensführung. Der Ideenwettbewerb „Nachhaltige Unternehmensführung: Kosten kennen – Nutzen erschließen“ richtet sich sowohl an MitarbeiterInnen von Unternehmen und gesellschaftlichen Institutionen als auch an WissenschaftlerInnen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Die Ideen und Geschäftsmodelle können in Form einer Kurzbeschreibung von maximal 3.500 Zeichen über ein Bewerbungsformular im Internet eingereicht werden.
www.nachhaltigkeitsrat.de/ideenwettbewerb

Einsendeschluss 29.02.2012
Solar Design Wettbewerb „Ideen für die Zukunft“
Das Fachgebiet „Entwerfen und Energieeffizientes Bauen“ des Fachbereichs Architektur der Technischen Universität Darmstadt ruft gemeinsam mit seinen Partnern aus dem EU-Projekt „10ACTION“ SchülerInnen auf, Ideen für die Zukunft zu entwickeln. Dabei kann es sich um Einfälle für die Stadt oder das Haus der Zukunft handeln, die in Form von Plänen, Filmen, Audiobeiträgen, Texten, Zeichnungen oder Collagen eingereicht werden können. Der Wettbewerb findet in zwei Altersklassen statt: von zehn bis 14 Jahre und von 15 bis 19 Jahre. Teilnehmen können Schulklassen aller Schularten ab der fünften Jahrgangsstufe aus Deutschland und Österreich. In beiden Ländern werden in jeder Kategorie drei Preise verliehen.
www.ee.architektur.tu-darmstadt.de/.../wettbewerb10actiondesign.de.jsp

Einsendeschluss 02.03.2012
Schulwettbewerb „Schule und Klimawandel“
Die Winfried Böhler Umwelt Stiftung ruft Schulen in Baden-Württemberg auf, sich an dem alle zwei Jahre stattfindenden Schulwettbewerb „Schule und Klimawandel“ zu beteiligen. Mitmachen können SchülerInnen aller Schulformen ab der fünften Jahrgangsstufe. Teilnehmen können zudem Umweltschutz-Organisationen, die Projekte für oder mit Schulen in Baden-Württemberg durchführen. Für die GewinnerInnen stehen Preise im Gesamtwert von 20.000 Euro bereit.
www.wb-u-st.de/schulwettbewerb.html

Einsendeschluss 07.03.2011
Schulwettbewerb „Alle für Eine Welt. Eine Welt für Alle“
Das Thema des Schulwettbewerbs des Bundespräsidenten zur Entwicklungspolitik „Alle für Eine Welt. Eine Welt für Alle“ lautet „Was siehst du, was ich nicht sehe? Perspektive wechseln!“ Mitmachen können SchülerInnen der Klassenstufen 1 bis 13 in Schulklassen sowie in Schülerteams oder Arbeitsgemeinschaften und Lerngruppen aller Art, auch aus deutschen Schulen im Ausland. Außerdem können ganze Schulen teilnehmen. Die Wettbewerbsbeiträge und -projekte können Themen aufgreifen wie etwa Kinder der Welt, Lebenswelten von Mädchen, Kinderrechte und (Mädchen-)Fußball, Entwicklung und Klimaschutz sowie China als Entwicklungsland. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. So können Texte, Filme, Daumenkinos und Theaterstücke ebenso eingereicht werden wie Multimediapräsentationen, Pantomime, Kunstwerke oder Plakate. Für die Gewinner gibt es Geldpreise. Zudem erhalten alle TeilnehmerInnen eine Urkunde des Bundespräsidenten.
www.eineweltfueralle.de/startseite.html

Einsendeschluss 15.03.2012
BundesUmweltWettbewerb
Unter dem Motto „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“ ruft das Bundesbildungsministerium Jugendliche und junge Erwachsene auf, sich inhaltlich und praktisch mit Umweltproblemen zu beschäftigen. Dabei sollen die Ursachen eines selbst gewählten Umweltproblems aus dem eigenen Lebensumfeld untersucht, dessen Zusammenhänge dargestellt, Lösungswege entwickelt und umgesetzt werden. Teilnehmen können alle Umweltinteressierten im Alter zwischen 13 und 21 Jahren, wobei in den beiden Altersklassen der 13- bis 16-Jährigen sowie der 17- bis 21-Jährigen sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen und Teams mitmachen können. Zu gewinnen gibt es Preise in Höhe von insgesamt 25.000 Euro. Für beide Alterskategorien des Wettbewerbs lobt die Kampagne „Wir sind Wald“ unter dem Motto „Baum – Wald – Zukunft“ zudem jeweils einen Jahres-Sonderpreis aus.
www.ipn.uni-kiel.de/projekte/buw/fr_reload.html?home.html

Spruch des Monats

„Wenn ein Jahr nicht leer verlaufen soll, muss man beizeiten anfangen.“
Johann Wolfgang von Goethe

Kontakt und Hinweise

Mit besten Grüßen
Ihr Team Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/ENGAGEMENT GLOBAL gGmbH
Tulpenfeld 7, 53113 Bonn
Fon 0228/20717-332 | Fax 0228/20717-321
info@service-eine-welt.de
V.i.S.d.P.: Michael Marwede
Redaktion: barbara.baltsch@engagement-global.de
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