Geschichte der Bundeskonferenzen der Kommunen und Initiativen
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10. Bundeskonferenz der Kommunen und Initiativen
Hamburg, 23.-25.11.2006
Dokumentation
Erklärung der 10. Bundeskonferenz:
Die Dokumentation (Dialog Global Nr. 16) und die Erklärung können Sie hier kostenlos bestellen.
Pressemitteilung, 15.11.2006: Bundeskonferenz in Hamburg - Kommunen sind Partner für nachhaltige Entwicklung weltweit
Programm:
Stimmen und Gesichter
Konferenzgegenstand/inhalt
Kommunale Akteure sehen sich vielgestaltigen Herausforderungen der Globalisierung, gerade in den Arbeitsfeldern Partnerschaft und Integration, gegenüber. Diese Leitthemen beschäftigten die TeilnehmerInnen der 10. Bundeskonferenz der Kommunen in Hamburg. Angesichts der wachsenden Bedeutung der Kommunen für die internationale Zusammenarbeit müssen sich die kommunalen Akteure zur Gestaltung der Globalisierung auf ihre lokalen Potenziale rückbesinnen. Nur so kann das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung verwirklicht werden. Eine Kommune, die weltoffen und international vernetzt ist, erhöht entscheidend ihre Zukunftsfähigkeit.
Arbeitsergebnisse
Die Zusammenarbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund ist eine zentrale kommunale Gestaltungsaufgabe, um die Probleme des globalen und demographischen Wandels besser zu lösen. Kommunale Akteure können durch Kooperation, Vernetzung und Austausch eine erfolgreiche europäische und internationale Partnerschaftsarbeit leisten. Dabei ist hierbei die Verwirklichung der Millenniums-Entwicklungsziele und der Agenda 21 eine gemeinsame Aufgabe, die mit dem Prinzip der kommunalen Selbstverwaltung erfolgreich umgesetzt werden kann. Auch Partnerschaftsarbeit stellt eine wertvolle Investition in die eigene kommunale Entwicklung dar. Bund, Länder und EU-Ebene werden aufgefordert, dieses Engagement zu unterstützen, rechtliche Sicherheit zu schaffen und angemessene Ressourcen bereit zu stellen.
Erklärung
Traditionsgemäß endete auch diese Bundeskonferenz der Kommunen mit einer Erklärung, die für die kommunale entwicklungspolitische Arbeit eine politisch praktische Wirkung erzielen will. In der lebhaften Abschlussrunde konnten wurden zunächst Prioritäten des Diskussionsbedarfs ermittelt. Wegen der Vielzahl der detaillierten Formulierungsvorschläge entschied sich das Plenum für ein alternatives Verfahren zum Beschluss der Endfassung, die zwei Wochen danach vorgestellt wurde.
TeilnehmerInnenstruktur
Wie auch bei den vorangegangenen neun Bundeskonferenzen der Kommunen und Nichtregierungsorganisationen waren unter den 155 Teilnehmenden in Hamburg alle relevanten kommunalen Akteure der Entwicklungszusammenarbeit vertreten. Ein Projektteam hatte nach einem Follow up der vorangegangenen Konferenz und einer Befragung der Mitträger der Konferenz, eine aktuelle Standortbestimmung vorgenommen und die Umfrageergebnisse für die Konferenzvorbereitung berücksichtigt. Die Finanzierung erfolgte durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Freien und Hansestadt Hamburg.
Konferenzbausteine/struktur/Methodische Bausteine
Bei dieser Konferenz kam erstmals das so genannte MobiTED zum Einsatz, das eine sofortige Ermittlung und Veröffentlichung der Meinungsbilder der Teilnehmenden ermöglichte. Durch Kleingruppenarbeit in Tischgesprächen wurde ein Kennen lernen der Teilnehmenden gefördert. Vorträge anerkannter und prominenter Referenten boten dem Plenum ebenso wie die beiden Podiumsdiskussionen Diskussionsstoff. In vier Arbeitsforen trugen Impulsreferenten ihre Erfahrungen und Thesen vor, die von den Teilnehmenden beraten wurden. Dabei wurden die Themen Integration, Interkulturalität und Entwicklungszusammenarbeit, sowie Zusammenarbeit Kommune-Zivilgesellschaft und Kommune-Kommune, Finanzierung kommunaler Partnerschaften und Entwicklungszusammenarbeit und schließlich die Umsetzung der Millenniumsentwicklungsziele und Agenda 21 diskutiert. Die Ergebnisse jedes Forums flossen in den Formulierungsvorschlag der Abschlusserklärung mit ein.
Kulturelles Rahmenprogramm
Der Senatsempfang im Hamburger Rathaus beeindruckte alle Teilnehmenden. Auch der Besuch der HafenCity mit Besuch des Kesselhauses oder die alternativ zur Wahl stehende Teilnahme an einer alternativen Hafenrundfahrt boten einen eingehenden Einblick in den Stadtstaat Hamburg. Die multimediale Theatervorführung des Pantheater Hamburg e.V. rundete einen der Abende themengerecht ab.
Evaluation
Nach Abschluss der Hamburger Konferenz erhielten alle Teilnehmenden einen Fragebogen, in dem ihr Urteil zu den einzelnen Konferenzaspekten erwünscht war. Die quantitative Auswertung der Feedbackfragebögen ergab ein Gesamturteil von 1,66 – damit ist die Zufriedenheit der KonferenzteilnehmerInnen im Vergleich zur vorhergehenden Bundeskonferenz noch gestiegen.