Faires Beschaffungswesen

Der kommunale Beitrag zur Ausweitung des Fairen Handels
Preisträger im Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels 2011. Copyright: Servicestelle Kommunen in der Einen Welt, Foto: Dominik SchmitzFairer Handel ist wirkungsvolle Entwicklungszusammenarbeit und zugleich Förderung des Gemeinwesens vor Ort. Kreise, Städte und Gemeinden können die Ziele des Fairen Handels unterstützen, indem sie zum Beispiel fair gehandelte Produkte einkaufen (Überblick unter www.transfair.org/produkte.html) und auf Güter verzichten, die durch ausbeuterische Kinderarbeit oder unter Verletzung sozialer Mindeststandards hergestellt werden. (Zu den ILO-Kernarbeitsnormen...)

Als öffentliche Auftraggeber besitzen Kommunen ein enormes wirtschaftliches Potenzial und üben zugleich eine wichtige Vorbildfunktion aus. Immerhin werden hier rund die Hälfte der 350 Mrd. Euro verantwortet, die bundesweit für die öffentliche Beschaffung durch Bund, Länder und Kommunen ausgegeben werden, dass sind über 4.200 Euro pro Bürger und Jahr. Durch ein Engagement in diesem Zukunftsthema können Kommunen einen wichtigen Beitrag zu einer gerechteren Handelsordnung leisten und zugleich ihr entwicklungspolitisches Profil und damit ihr internationales Image – auch für wirtschaftliche Beziehungen – stärken. Was erreicht werden kann ist beispieslweise:
  • Vermeiden von Pflastersteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit für den Marktplatz
  • Vermeiden von ausbeuterischen Löhnen in Orangenplantagen
  • Vermeiden ausbeuterischer Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Berufsbekleidung
So kann sich eine Kommune einreihen in eine steigende Zahl von Städten, Gemeinden und Kreisen, die einen Beschluss gegen ausbeuterische Kinderarbeit vollzogen haben.

Jede Kommune ist angesprochen, denn sie beschafft beispielsweise Steine für Wege (Bordsteine, Pflastersteine), Natursteine für Treppen, Fassaden und Denkmäler, Computer, Berufsbekleidung, Feuerwerkskörper, Fußbälle, Luftballons, Handtücher und vieles mehr.

Wir beraten Sie in den Fragen der fairen und sozialen Beschaffung. Diese Leistungen bieten wir Ihnen kostenfrei an.

Faire Woche und Wettbewerb

Die Servicestelle ist als Gründungsmitglied des Forums Fairer Handel an der jährlichen Organisation und Durchführung der bundesweiten „Fairen Woche“ beteiligt. In diesem Zusammenhang lobt die Servicestelle alle zwei Jahre den Wettbewerb "Hauptstadt des Fairen Handels" aus. Der bundesweite Wettbewerb richtet sich an Städte und Gemeinden, die sich im Fairen Handel engagieren und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Bausteine der Servicestelle

Was trägt die Servicestelle zu Ihrem fairen Engagement bei? Die Servicestelle kann Ihnen Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, indem Sie Ihnen
Claudia Gruszinkat, 22. Nov 2011 16:05